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Thema: Was lest ihr so? Was lest ihr gerade?

chess
Verfasst am: 11.07.2011, 10:54
Moderator Anmeldedatum: 15.07.2006 Beiträge: 507
Lese gerade erzwungenermaßen die "Kleine Geschichte der abendländischen Metaphysik" von Jörg Disse.
Muss das alles draufhaben, weil ich am Mittwoch meine Ontologie-Klausur schreibe.
Zu meinem Glück ist das Buch aber gut geschrieben und gibt einen sehr sehr gut strukturierten, informationsdichten Überblick der Entwicklung der Philosophie im Allgemeinen. Wer sich mal im Denken und Argumentieren der Antike bis zur Neuzeit umschauen will, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
RockyHorror
Verfasst am: 12.07.2011, 15:07
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
@chess: aha, der angehende Philosoph, ich seh schon, hehe.
So einige von diesen "Überblick" Bücher über die philosophischen Richtungen hab ich auch schon gelesen, war immer wieder lustig. Bin auch grad dran mal was über Diogenes von Sinope zu lesen, weil der immer mein Liebling unter den alten Griechen war, der "bissige Hund" halt, hehe. Lese da also gerade "Diogenes - Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen" von Karl-Wilhelm Weeber, fiel mir so in die Hände in der Bibliothek heute, bisher sehr gut.
chess
Verfasst am: 12.07.2011, 19:53
Moderator Anmeldedatum: 15.07.2006 Beiträge: 507
Muss zu dem Buch (jetzt, wo ich es komplett gelesen habe) sagen, dass ich zum Ende hin wütend geworden bin, was darin gipfelte, dass ich Hegel laut beschimpft habe.
Gerade die Ausführungen über Hegel finde ich derartig ekelhaft zu lesen ... ich bin mir nicht sicher, ob es an Hegels Philosophie liegt oder am Verfasser.

Der schwerwiegendste Grund ist aber sicher, dass ich das Buch in äußerster Akribie an 3 Tagen komplett durchgearbeitet habe und mein Kopf am Schluss einfach nur Matsche war .. und dann kommt der Hegel wieder mit seinem Gott daher.

Nein, nein ... ein wirklich gutes Buch - inhaltlich wie formal. Empfehlung.
ohyeah
Verfasst am: 13.07.2011, 00:44
Anmeldedatum: 17.07.2006 Beiträge: 1901 Wohnort: Bankenhausen
"Philosophieren heißt Sterben lernen" ...

Quelle

Lernt zuerst Träumen und dann dürft ihr Sterben Schlumpf

http://www.amazon.de/Bewusstsein-Erkenntnistheorie-Bewusstsein-Bewusstwerdung-C-G/dp/3856303049/ref=sr_1_13?ie=UTF8&qid=1310510155&sr=8-13

... liegt neben mir auf dem Tisch und wartet darauf, dass ich es in die Hand nehme.

Das einzig Gute an dem Buch ist? Ich hab's gerade neuwertig für 11,90 bei ebay ersteigert und ob ihr's glaubt oder nicht - es ist das erste Buch seit 15 Jahren, dass ich lesen werde.


"Ich lese keine Bücher ... ich lebe sie."

by oh


----[Edit]----

Kennt jemand von Euch "Erich Neumann"?

http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Neumann_%28Psychologe%29

http://www.opus-magnum.de/index.php?area=vbcmsarea_content&contentid=1

... der Gute hat bereits vor 50 Jahren ein Buch über mich veröffentlicht.

"Die archetypische Welt des oh" Wink

http://opus-magnum.de/index.php?area=vbcmsarea_content&contentid=192

Have Fun!
RockyHorror
Verfasst am: 28.07.2011, 13:48
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
"Natürlich kann geschossen werden - Eine kurze Geschichte der Roten Armee Fraktion" von Michael Sontheimer mal gelesen, u. a. weil ich für "Baader-Meinhof-Komplex" zu faul war. Ich denke, das Buch gibt einen guten Überblick, schildert was wann passiert ist, wahrscheinlich nicht so ausführlich wie der Komplex auf 900 Seiten oder so, aber um einfach nur mal zu wissen was da abgelaufen ist, reicht es. Ich habe mich sowieso immer gewundert warum wir darüber eigentlich nie was in der Schule erfahren haben, vielleicht lag es nur an meiner Schule. Na ja, ich fands zumindest informativ und gut zu lesen.
RockyHorror
Verfasst am: 10.09.2011, 10:21
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
So, habe eigentlich gerade drei Bücher angefangen zu lesen, wenn mir das eine langweilig wird gehts im nächsten weiter.
Aber jetzt gerade lese ich fasziniert das Buch von Leopold Ritter von Sacher-Masoch "Venus im Pelz", ich bin begeistert. Das ist ja der Typ der dem Masochismus seinen Namen geben musste (musste, weil er das nicht wollte, aber der Ausdruck blieb). Der Typ an sich ist ja schon interessant und jetzt noch sein Buch, dass so cool geschrieben ist. Zusätzlich cool ist dass ich ja da in Lemberg/Lvov/Lviv (in welcher Sprache auch immer man diese Stadt benennen will) in seinem Café saß und an seiner lustigen Statue vorbei lief, hehe. Mein netter Begleiter erklärte mir, dass sei der Typ mit dem Masochismus, fand ich irgendwie lustig, von Sacher-Masoch hatte ich vorher noch nie was gehört und da stand er plötzlich, in Bronze gegossen und wir tranken ein Bier in seinem Café. Das hatte was.
RockyHorror
Verfasst am: 17.10.2011, 11:17
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
habe letztens "Lushins Verteidigung" von Nabokov gelesen. Ein kleiner Junge, ein Außenseiter, entdeckt das Schachspiel für sich und steigert sich immer weiter hinein, wird zum Wunderkind, bis er mit 30 schon fast wie ein alter Mann ist und das Schachspiel immer seltsamere Kreise in seinem Kopf dreht. Sehr gut zu lesen wie ich finde, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und ja, danach will man unbedingt Schach spielen, hehe, nur bin ich leider nicht wirklich gut im Schach, zumindest gewinnt der dämlich Computer immer.
So weit ...
chess
Verfasst am: 18.10.2011, 20:12
Moderator Anmeldedatum: 15.07.2006 Beiträge: 507
RockyHorror hat Folgendes geschrieben:
habe letztens "Lushins Verteidigung" von Nabokov gelesen. Sehr gut zu lesen wie ich finde, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.


Kann ich auch empfehlen!
RockyHorror
Verfasst am: 24.10.2011, 11:47
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
Chess mag Schach ... hehe

so, als letztes habe ich mal "Fight Club" gelesen. Den Film habe ich schon ziemlich lange nicht mehr gesehen und damals leider nie im Original, weil ... na ja, ich hatte den halt nur auf VHS, da is schwer mit Sprache wechseln, ne. Aber das Buch jetzt zumindest im Original gelesen und wenn man so den Schreibstil mit dem Erzählstil im Film vergleicht ... sehr gut umgesetzt, wie ich finde. Es gibt doch einpaar Unterschiede zum Film, aber ich müsste den Film noch mal sehen um das genau zu erinnern. Ich kann nur sagen gut geschrieben, gutes Buch und wenn ich mich recht erinnere guter Film, hehe.

also, read on, oder was auch immer.
JaRaDa
Verfasst am: 17.11.2011, 01:12
Moderator Anmeldedatum: 14.07.2006 Beiträge: 1173 Wohnort: Kaltenkirchen
find den film inzwischen deutlich schwächer als früher. schon sehr typisch für hollywood, und dann gibt er sich mit dem thema so antikapitalistisch... najaaa. ausserdem hat man im film das ende verändert, und ich fürchte das hat nicht fincher entschieden, sondern produzenten die ein happy-end haben wollten...
JaRaDa
Verfasst am: 17.11.2011, 01:14
Moderator Anmeldedatum: 14.07.2006 Beiträge: 1173 Wohnort: Kaltenkirchen
achja: les grad "Momo", zum ersten mal, kannt bisher nur die okaye verfilmung. bisher ne klare 10/10, unglaublich schönes und kluges buch Smile
RockyHorror
Verfasst am: 23.11.2011, 11:46
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
@JaRaDa: ah ja, "Momo", kenne ich auch nur den Film von. Ich war damals aber doch eher ein Astrid Lindgren fan und habe also lieber "Ronja Räubertochter", "Mio mein Mio" etc. gelesen, hehe.
Schrader
Verfasst am: 23.11.2011, 15:34
Anmeldedatum: 11.11.2011 Beiträge: 5
Ich lese grade "Liebe in Zeiten der Cholera". Ich bin eh großer Fan von Historienromanen, so lange sie nicht im Mittelalter spielen (außer "Im Namen der Rose"). Es spielt halt, wie der Titel schon andeutet, Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts und handelt Kolumbien im Dauerbürgerkrieg und von zwei Liebenden, die aber nicht zusammenkommen können. Bisher ganz gut. Mir gefällt der Stil von Marquéz.
Wenn man das so liest, es ist zwar kein heiteres Buch, bekommt man trotzdem irgendwie Lust Kolumbien und die karibische Küste dort kennenzulernen.
ohyeah
Verfasst am: 24.11.2011, 16:25
Anmeldedatum: 17.07.2006 Beiträge: 1901 Wohnort: Bankenhausen
Ich kenn nur den Film ... und der ist Hammer!

... so was nenn ich "wahre Liebe" Smile
RockyHorror
Verfasst am: 01.03.2012, 12:32
Anmeldedatum: 16.07.2006 Beiträge: 252 Wohnort: RuhrP.O.T.T.
"Mein Katalonien" von George Orwell gelesen. Das erste Buch das ich jetzt von Orwell gelesen habe. Ich mag seinen sehr ehrlichen Stil. Wer was über den Spanischen Bürgerkrieg aus der Sicht der Anarchisten lesen will, bitte sehr. Ich fand es wirklich spannend zu lesen, dabei habe ich es eigentlich nur gelesen, weil mir gesagt wurde: Lies das mal! Na ja, so ungefähr zumindest, hehe.

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