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Thema: DD meine persönliche Filmkritik

TommyLE
Verfasst am: 05.09.2006, 10:13
Anmeldedatum: 05.09.2006 Beiträge: 12
Hallo!
Ich hab DD vor kurzem als Videoaufnahme (zum Originaltermin hatte ich keine Zeit) von der Free TV Premiere gesehen und bin begeistert! Very Happy
Es gibt nicht viele Filme welche mich so beeindruckt haben, das mir noch Tage/Wochen später im Kopf herumspuken.
Da war zum einen die Twin Peaks Serie -David Lynchs Meisterwerk- wo ich mich dabei ertappte noch nach Ende einer Folge grübelnt mit offenen Mund dazusitzen. Dann kam die Gesselschaftskritik "Falling Down" -allerdings nicht mit Twin Peaks zu vergleichen. Dann Filme wie Matrix. Und schließlich David Finchers "Fight Club"-welcher als der Wolf (Philosophie und Gesellschaftskritik) im Schafspelz (Prügelfilm) daherkommt und mich ähnlich ins grübeln brachte wie seinerzeit Twin Peaks..Interessanterweise hatte "Fight Club" ein ähnliches Schicksal wie "Donnie Darko". Aufgrund des brisanten Inhaltes und vorallem wegen der letzten Szene des Filmes verschwand der Film nach dem 9/11 in den Schubladen.

Da wären wir auch schon bei den Vergleichen. Für mich ist "donnie Darko " von der Kameraführung und den versteckten Gimmicks sehr mit Fight Club zu vergleichen . Vom Inhalt und dem Aufbau der Figuren allerdings dient dann doch eher Twin Peaks als Vergleich. Die Figur "Frank" hat irgendwie gewisse Parallellen zur "Crow" und Donnie selbst erinnert mich ein wenig an "Neo",welcher als ganz normaler Bürger von seiner geheimnisvollen "Bestimmung" erfährt.

Der Film ist vom Inhalt her Anfangs sehr sehr ähnlich der Methode eines David Lynchs. Die Figuren erhalten während des Filmes allmählich Ihre Charaktere und jede Figur hat irgendwie ein ungelöstes Geheimnis.Eine hin und wieder eingestreute Mysthik scheint alles zu einem großen Puzzle zu machen, auf dessen Auflösung man mehr und mehr gespannt wartet.
Doch im Gegensatz zu Finchers Fightclub und Lynchs Twin Peaks wartet man bei Donnie Darko vergeblich darauf. Zurück bleibt ein mehr oder weniger verwirrter Zuschauer welcher versucht das Puzzle nach dem Film selbst zusammenzusetzen.Zu vergleichen vielleicht mit Lynchs "Mulholand Drive" welchen ich allerdings absolut nicht nachvollziehen kann!
Doch jeder entwickelt bei DD seine eigene Theorie und es gibt immer wieder noch offene Fragen und Geheimnisse. Die langsam aufgebauten NebenCharaktere mit Ihren Geheimnissen spielen letzendlich im Film am Schluss unerwartet keine Rolle. Man könnte meinen ,Anfangs waren noch viele Ideen vorhanden welche am Ende wegen Geldknappheit fallen gelassen werden mussten .Daher müssen dann letzendlich auch solche billigen nachträglichen Erklärungen wie die mit den "Manipulierten Lebenden" und den "Manipulierten Toten" herhalten. Für mich totaler Unsinn-auch wenn ich damit viele DD Fans vor den Kopf stosse.
Donnie Darko hatte das Zeug ein Meilenstein der Filmgeschichte zu werden, doch die revolutionären Ideen scheiterten meiner Meinung nach am langsam ausgehenden Geld von DBs kleiner Filmgesellschaft.
Dieser Riß beginnt meiner Meinung nach kurz vor dem Finale.
Trotzdem ist DD immer noch ein atemberaubender und im Gedächtniss haftender Film geworden! Respekt!

Tommy

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